#1 Funkgerät Filser ATR833 von dmoek 22.03.2009 09:29

Hallo Leute,

das Thema Funkgerät ist hier sicher schon oft abgehandelt worden, ich bitte aber trotzdem um Hilfe: Ich wollte mir (und meinen Fliegerkollegen) etwas Gutes tun und habe mir das Filser ATR 833 zugelegt. Bis dato hatte ich ein ICOM A20 eingebaut und mit externer Antenne eigentlich auch ganz guten Empfang. Doch jetzt geht quasi gar nix mehr. Nach dem Einbau am Boden getestet und alles für ok befunden. Doch in der Luft: Ein sehr übles Störgeräusch und von anderen Fliegern kann ich nur erahnen, ob ein Funkspruch abgegeben wurde. Auch vom Platz höre ich nach einem KM kaum noch was. Muss ich eine andere Antenne einbauen? Danke für Hilfe.

Werner D-MOEK

#2 RE: Funkgerät Filser ATR833 von ALAN PH-3W1 22.03.2009 10:12

Hallo Werner,

In usere Kiebitz haben wir ein Icom A20 mit ein home-made intercom.
Um Störgeräusch zu vermeiden haben wir der Funkapparat an der strom direkt von akku (batterie) von der Kiebitz, positiv und negativ Stromkabel mit einen sicherung da zwisschen. Auch haben wir der antenne isoliert vom gerüst montiert. Dass heisst der Antenne hat kein massa auf gerüst.
Wir haben prima empfang in Flugzeug und in Tower, ohne geräusch.

Alan PH-3W1

#3 RE: Funkgerät Filser ATR833 von dmoek 22.03.2009 10:38

Hallo Alan,

vielen Dank für den schnellen Tip, werde ich morgen direkt mal asuprobieren. Ich dachte bislang immer, die Antenne müsste guten Kontakt zum Gerüst haben?? Die von Filser schreiben, dass man bei nichtmetallischen Fliegern Alufolie quasi als "Gegengewicht" aufkleben soll.

Gruß,

Werner D-MOEK

#4 RE: Funkgerät Filser ATR833 von Raoul - OO-F90 22.03.2009 11:46

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Hallo Werner,

Ich selbst habe noch das ATR600 aber drei Kollegen das ATR833. Ich habe alle 4 Funggeräte eingebaut. Alle funktionieren einwandfrei. Alles Kiebitze.

Die Antenne sollte auf jeden Fall auf eine größere Metallplatte montiert werden. Bei uns liegt diese sofort hinter der unteren Fläche. Es ist eine 1 mm dicke und etwa 40x40cm große Aluplatte. Diese ist nicht in Kontakt mit dem Rumpf. Die Antenne ist in der Mitte der Platte fixiert.

Die + Zuleitung kommt sofort von der Batterie, läuft aber vor dem Funkgerät durch einen Entstörfilter. Muss nicht, ist aber in jedem Fall besser.

Hast du dir das Kabel mitbestellt oder selber gebastelt?

Viele Grüße,

Raoul

Foto von meinem Kiebitz mit Antenne: http://www.siteupload.de/p934182-VHFpdf.html

#5 RE: Funkgerät Filser ATR833 von dmoek 22.03.2009 12:33

Hallo Raoul,

auch Dir Danke für den Tip. Das Kabel war an der Antenne fest angeschlossen. Die Antenne ist oben am Kiebitz ca. 50 cm hinter dem Pilotensitz installiert und das Kabel ca. 4 m lang. Ist eine bodenseitige Montage wie Deine sinnvoller und das Kabel evtl. zu lang? Bei thiecom.de gibts eine Flugfunkantenne für Kunststoffmontage, da entfällt die Aluplatte. Ist sowas sinnvoll?

Gruß,

Werner D-MOEK

#6 RE: Funkgerät Filser ATR833 von Raoul - OO-F90 22.03.2009 19:19

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Hallo,

Also, ich arbeite ja bei der Luftwaffe, und die Kollegen aus der Werft sagen alle, dass eine Metallplatte immer sinvoll ist. Das Kabel sollte nur so lang sein, dass es ohne Umwege angeschlossen werden kann. Ob die Antenne oben oder unten montiert wird spielt meines Erachtens keine große Rolle.

Viele Grüße,

Raoul

#7 RE: Funkgerät Filser ATR833 von Jens D-MZAF 23.03.2009 08:40

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Hallo Werner,
hier mal ein bischen was zur Theorie. Die Flugfunkantennen sind Lamda viertel Antennen. Das heisst, die Länge des Stabes ist ein viertel so lang wie die Wellenlänge. Das sind so etwa 40-50 cm. Da die Antennen keine Dipol Antennen sind, brauchen sie ein Elektrisches Gegengewicht. Die Größe ist idealerweise ebenfalls Lambda viertel. Das heisst also in der Theorie ein Quadratisches Kuchenblech von etwa 80 x 80 cm Kantenlänge mit der Antenne in der Mitte. Die Stärke des Bleches ist nicht wichtig. Das ist natürlich in keinem Flieger unterzubringen. Je kleiner das Blech wird, umso schlechter wird der Wirkungsgrad der Antenne. Um dem Problem auf die Schliche zu kommen, würde erstmal helfen das Stehwellenverhältnis der Antenne zu messen um festzustellen wo man überhaupt ist. Meistens sind es jedoch relativ banale Probleme, z.B. schlechte Verkrimpungen der BNC Stecker oder durch Kabelbinder gequetschte Kabel. Auch zu enge Radien bei der Verlegung des Kabels können Probleme verursachen. Wenn du einen Prüfer Klasse 5 mit Avionik berechtigung in der Nähe hast, sollte der ein Stehwellenmessgerät haben. Das Gegengewicht sollte übrigens auf Flugzeugmasse liegen. Wenn das Gegengewicht aus Alu ist, kann auch der Masse Anschluss schlecht sein, da Aluminium mit der Zeit eine isolierende Oxydschicht bildet.
Eine andere Möglichkeit dem Problem Herr zu werden, ist der Einbau einer Dipol Draht antenne. Hier brauchts kein Gegengewicht. Man hängt das Ding einfach hinten ins Rumpfgerüst und fertig.
Ich würde allerdings erstmal ein neues Antennenkabel versuchen und mit einem Stehwellenmesser nachprüfen. Ich hab so ein Ding (..da Prüfer mit Avionik). Kannst auch gern in Nienburg/Weser vorbeikommen wenns nicht zu weit ist.
Viele Grüsse
Jens

#8 RE: Funkgerät Filser ATR833 von dmoek 23.03.2009 12:05

Hallo Jens,

vielen Dank für die ausführliche Beschreibung! Ich bin jetzt nur etwas irritiert: Alan und Raoul schreiben, die Aluplatte hätte keinen Kontakt mit dem Rumpf, Du schreibst, die Platte sollte Masseanschluss haben. Dann hat doch das Funkgerät auch über den Masseanschluss Kontakt mit der Antenne und umgekehrt?!

PS.: Euer neuer Motor ist ja wirklich geil. Wenn ich meinen Limbach nicht vorletztes Jahr überholt hätte...

Viele Grüße

Werner

#9 RE: Funkgerät Filser ATR833 von Raoul - OO-F90 23.03.2009 12:29

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Hallo Werner,

schau dir doch unter http://www.niecom-electronic.de/start.htm mal die technische Seite mal an. Dort findest du auf die eine oder andere Frage eine Antwort.

Solltest du weitere Fragen haben beraten die Leute dort dich gern.

Viele Grüße,

Raoul

#10 RE: Funkgerät Filser ATR833 von haus-air 21.11.2011 06:24

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Hallo zusammen,

kann als Gegengewicht auch eine Platte aus Kohlefaser verwendet werden? Wenn der Rumpfrücken aus Kohle gemacht ist, dann
wäre man von 80x80 gar nicht mehr so weit weg.

Gruss Fabian

#11 RE: Funkgerät Filser ATR833 von Don Clemente D-MULJ 21.11.2011 07:33

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Hallo,

Kohlefaser geht auch, und die Dipolantenne ist auch eine sehr gut funktionierende Lösung.

Grüße Clemens

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