Hallo Kiebitzfreunde; muß mich nun bei meinem Kiebitz um die "Kommunikation nach außen" kümmern; will mit ein einfaches ICOM einbauen zunächst mit einfachem Anschließen an ein Headset; welcher ICOM-Typ hat sich bewährt; im Internet gibt es reichliche von 3A bis 24A und so weiter!? Danke für die Hilfe.
Hallo Gunnar, tu Dir den Gefallen und gib ein wenig mehr aus!!!!!!!!!! Das wirst Du dir später danken! Hatte im ersten Kiebitz ein ICOM, das war von Anfang an sowohl beim Senden als auch Empfangen sehr schrill, die Gegenstellen waren mit der Sprachqualität wohl überwiegend nicht einverstanden, denn sehr oft bekam ich als Antwort auf mein Gekrächze zu hören: "Wer hat gerufen? Höre Sie "fünnef"" oder "Konnte Sie nicht aufnehmen-wiederholen Sie alles!" und auch meine Antwort war häufig: "Bitte wiederholen" Sowas ist natürlich in Kontrollzonen äußerst peinlich und wenig zweckmäßig! Außerdem habe ich nur schlechte Erfahrungen mit dem Intercom- Zusatzgerät für das ICOM gemacht. Das ist für mich aber "alter Schnee".
Seit 12 Jahren habe ich (gebrauchte) Becker Geräte in meinen Kiebitzen: Super- Funk, Super Intercom (bereits im Funkgerät enthalten), Super-Reichweite Wichtig ist dabei aber das windgedämpfte Kohle??mikrofon am Headset (ist wohl eher ein dynam. Mikrofon -jedenfalls wurde das bei mir nachgerüstet). Diese Sets sollten auch nicht gerade die allerbilligsten sein. Die Geräte müssen nicht nagelneu sein, mit etwas Glück erwischst Du eines für unter 900 €+ je Headset etwa 250€. Es lohnt sich wirklich !!!!!!!!!!!
Ist doch ganz einfach: Wünsch Dir nichts zu Weihnachten - außer einem GUTEN Funkgerät. (Die alten Socken und Unterhosen halten auch ein weiteres Jahr!)
Deine Umgebung wird Dich als ausgeglichenen, präzisen (Kiebitz) Flieger mit voller Hörkraft erleben. Übrigens: Eine schöne Vor- Weihnachtszeit und
Zitat von Gunnar Buchholzwelcher ICOM-Typ hat sich bewährt; im Internet gibt es reichliche von 3A bis 24A und so weiter!?
Hallo Gunnar,
eins vorab: Mit einem Icom Handquatscher ist kontrollierter Luftraum in Deutschland mittlerweile tabu. Vielleicht ist das Problem damit für Dich bereits erledigt. Die Sendequalität bzw. -leistung ist nicht mit einem (guten!) Einbaugerät vergleichbar, aber auch nicht so beschissen, daß man davon generell abraten kann. I.d.R. reicht das aus. Im Empfang sind die Teile sogar ausgezeichnet. Passende Antenne ist natürlich Voraussetzung.
Ich hatte und habe -im Gegensatz zu Wilfried- mit meinem Icom keine Probleme, außer einem defekten Interkom. Auch haben sich keine Gegenstellen bisher beschwert.
Kurze Zusammenfassung:
Vom aktuellen IC-A24E / A6E laß die Finger. Erstens ist der Akku HINTER dem FuG montiert und dient der Befestigung des Gürtelclips, eine Anbauhalterung gibt es nicht mehr. Ohne Akku praktisch nicht gescheit zu befestigen. Zweitens wollen die Dinger eine Eingangsspannung von IIRC 8 Volt und nichts anderes. Das heißt, zum Anschluß ans Bordnetz brauchst Du einen Spannungswandler, und der Akku wird immer mitgeladen/überladen.
Die älteren Geräte (verbreitet sind IC-A3 ohne und IC-A22 mit VOR, sowie das Vorgängermodell Icom IC-A20 mit VOR, andere haben keine deutsche Zulassung bzw. sind veraltet) vertragen 12-14 Volt Eingangsspannung direkt vom Bordnetz, der Akku unten ist abnehmbar und es gibt Metallhalterungen zur Befestigung am Instrumentenbrett.
An das A3/A22 kannst Du mit einem Headsetadapter OPC-499 ein ganz normales Headset oder Intercom anschließen, während das IC-A20 ein spezielles Gerät braucht (oder eine sog. Switchbox Icom IC-HS61). In England gibt es dazu ein Intercom, das anstatt des Akkus angebracht wird und vom Gerät selbst mit Strom versorgt wird, so kann man das ganze z.B. seitlich an einer Strebe der Bordwand montieren. Die meisten funktionieren mit einer 9V-Batterie, manche akzeptieren auch Bordstrom. Mein Pilot PA200-IC für das IC-A20 ist einigermaßen günstig und funktioniert einwandfrei (allerdings war das erste gelieferte nach kurzer Zeit defekt).
Ein brauchbares Intercom für das IC-A3/22 ist das Flightcom IIsx, hat sogar einen externen Eingang (MP3-Player z.B.).
Viele günstige Intercoms haben für den PTT-Schalter nur einen parallelen Eingang, so daß BEIDE Headsets auf Sendung gehen, wenn einer der Taster gedrückt wird. Hat sich bei mir als problemlos herausgestellt, wenn nicht gerade der Passagier den Kopf "aus dem Fenster" hält.
Das ältere IC-A20 hat noch einen Schalter, mit dem Du die Sendeleistung (PEP) von 5 Watt auf 1,6 Watt (Träger 1,5W/0,5W) runterregeln kannst, das reicht für die Umgebung kleiner Plätze aus. IC-A3 / A22 sendet immer mit 5 Watt PEP / 1.5 Watt Carrier, während die aktuellen Geräte IIRC eine insgesamt geringere Sendeleistung haben.
Alle sind robust, gut verarbeitet und zuverlässig.
Insgesamt wirst Du wohl mit einem IC-A3/22 am besten bedient sein. Ein fehlendes VOR-Teil ist m.E. kein Entscheidungskriterium, kryptisch zu bedienen, schlechte Anzeige und in Zeiten von GPS überholt; habe noch keinen gesehen, der danach fliegt. Natürlich schadet es auch nicht.
Alle diese Geräte sind allerdings nur gebraucht erhältlich und -gerade bei ebay z.B.- sauteuer. Besser erstmal im Bekanntenkreis herumfragen: viele Icoms dürften mittlerweile irgendwo herumgammeln, da sie in den Kabinenfliegern seit kurzem nicht mehr zulässig sind.
Oft sind die mitgelieferten NiCd-Akkus mittlerweile ausgelutscht; Nachkauf lohnt nicht, im Flieger brauchst Du eh keinen Akku (wenn Dir da, zumindest mit dem Nissan, die Bordspannung wegbricht, hast Du andere Probleme als zu funken). Wer will, kann natürlich den möglichen Betrieb über den eigenen Akku bei Stromausfall gegenüber einem Festeinbaugerät als Vorteil ansehen. Willst Du das Gerät auch mobil betreiben, ist der jeweils passende Batterieadapter, der mit 10 Mignon(AA)-Zellen oder Akkus bestückt wird, gegenüber einem Akkuneukauf die bessere Wahl, da dauerhaft nutzbar.
Insgesamt kommt man -je nach Einkauf- ab 200-300 Euro zu einer passablen Lösung; ein Festeinbaugerät kann man immer noch nachrüsten, wenn man nicht zufrieden ist; und ein Icom ist gleich wieder verkauft.
Für den Kiebitz wurde mir geraten, das Icom nicht ans Instrumentenbrett zu montieren, leider habe ich diesen Rat in den Wind geschlagen: es hat schon mehrere kräftige Stöße mit dem Knie hinnehmen müssen. Also wenn, dann bitte zumindest auf der rechten, dem Einstieg gegenüberliegenden Seite montieren.
Hallo Hans, vielen Dank für Deine umfassende Info. Habe einiges über ICOM dazugelernt.
Mein ICOM (zuerst eingebaut) ist das IC-A20. Es arbeitet als "Platzquetsche" immer noch sehr gut (seit 1990) , war aber in der Luft im Kiebitz doch eher der Notnagel. Unter dem Kostenaspekt gehört es sicher zu den günstigen Alternativen, im Kiebitzbetrieb war es bei mir damals ein Graus. Das hing wohl auch mit dem Elektretmikrofon des damals verwendeten "preiswerten" Headset zusammen, welches ich auf dem "flymarket" in Oshkosh gekauft habe. So war es dann auch zu umständlich den "dealer" mal um ein Alternative zu bitten. Deshalb bin ich seinerzeit auf Becker umgestiegen (Gebrauchtgeräte) und bin seitdem sehr zufrieden damit.
Dein ausführlicher Beitrag war jedenfalls interessant zu lesen!.
auch ich hab ein Icom IC-A 22 im Flieger, ist direkt an das Bordnetz angeschlossen. Wichtig ist, dass das Intercomm/Headsets zu dem Funkgerät passt. Ich habe ein Nicom, speziell auf das Icom abgestimmt.
Richtig zufrieden bin ich damit noch nicht! Das Problem liegt darin, das wirklich alle Komponenten perfekt zusammen passen müssen und auch die Antenne optimal abgestimmt und verdrahtet sein muss.
Da liegt bei mir denke ich momentan der Hase im Pfeffer und ich arbeite noch dran, was mit wenig Ahnung von der Materie sehr schwierig ist.
Fakt ist: Du verwendest dann ein Handfunkgerät, das für einen anderen Zweck gedacht ist im Flieger und das ist von den Anschlüssen, Kabel usw immer problematischer als ein Einbaugerät.
Ich bin auch kurz davor auf ein Einbaugerät umzusteigen.
Zitat von Peter D-MWAG Richtig zufrieden bin ich damit noch nicht! Das Problem liegt darin, das wirklich alle Komponenten perfekt zusammen passen müssen und auch die Antenne optimal abgestimmt und verdrahtet sein muss.
Hallo Peter,
wo liegt denn _konkret_ der Hase im Pfeffer? Sendung, Empfang, oder beides? Versuch doch mal, das ganze auf eine Komponente einzugrenzen und versuche
1) FuG mit der Serienantenne betreiben 2) FuG mit dem Headsetadapter OHNE Intercom mit Headset direkt angeschlossen probieren; anderes Headset probieren (Elektret/Kondensatormikrofon?) 3) FuG mit Akku anstatt Bordspannung betreiben, um Störungen durch`s Bordnetz auszuschließen
Speziell an IC-A3/22 angepaßte Intercoms (außer dem Anschlußstecker) sind mir nicht bekannt; was ist denn Deines genau für eins (Nicom nie gehört)? Nur das IC-A20/21 benötigte spezielle Intercoms, oder eben die Switchbox.
Was die Antenne betrifft, nimmt natürlich ein Koaxkabel durch Dämpfung immer Leistung der ohnehin nicht allzu großzügig bemessenen Sendeleistung weg; wenn dann noch die angeschlossene Antenne nicht paßt, Masseschluß hat oder Du sie ohne Erde betreibst, ist`s Sense. Im Extremfall kannst Du Dir dadurch die Endstufe des Sendeteils zerstören (bei jedem FuG, auch Einbaugerät).
Wenn Du den Fehler nicht eingrenzen kannst, seh Dich mal in Deinem Bekanntenkreis oder hör Dich mal auf dem Flugplatz um, ob nicht einer einen Amateurfunker kennt (haben überall regelmäßige Stammtische). Diese sind selber Bastler und Technikfreaks und oft außerordentlich hilfsbereit. Evtl. mißt Dir z.B. mal einer gegen einen Rundflug Deine Antenne durch.
Hans
BTW: Das Problem beim Rundflug mit einem Amateurfunker ist nicht die Unterbringung desselben, sondern dessen Rucksäcken mit Digitalkamera, Notebook, GPS-Empfänger, RTTY-Encoder, 2m-Band-Sender und Packet-Radio-Digipeater nebst zugehörigen Antennen
Die Empfangsleistung ist ok. Ich habe das Gerät auch schon mit der Serienantenne betrieben, geht aber nicht sonderlich gut.
Zu dem Niecom Gerät habe ich Vertrauen, da dieses Gerät direkt beim Hersteller auf mein Funkgerät und vor allem auf meine Headsets (Peltor) abgestimmt wurde.
Ich habe keine Lichtmaschine im Flugzeug, Das Funkgerät ist direkt an die Batterie angeschlossen.
Aber du hast recht, ich muss mir noch mal einen Spezialisten für die Antenne holen bzw die Sendeleistung messen.
Normal sollte man mit den 5 Watt doch mal mindestens 20 km weit senden können und das klappt momentan nicht.
Zitat von Peter D-MWAGAber du hast recht, ich muss mir noch mal einen Spezialisten für die Antenne holen bzw die Sendeleistung messen. Normal sollte man mit den 5 Watt doch mal mindestens 20 km weit senden können und das klappt momentan nicht.
Damit dürfen 20 km bei ein paar hundert Meter Flughöhe zumindest im Flachland kein Problem sein; wenn aber Berge oder Hügel dazwischen sind, sieht die Sache schon anders aus (unsere Funk-Wellen haben "quasi-optische" Ausbreitung).