wir hatten im Winter den Zündmagneten zur Überholung ausgebaut, nach Einbau des Magneten und Einstellung der Zündung nach Limbach Handbuch haben wir eine deutlich höhere Zylinderkopftemperatur als früher. Wir konnten vor der Überholung mit Vollgas fliegen und die Temperatur blieb im grünen Bereich, jetzt müssen wir sehr schnell das Gas reduzieren und können mit max 2300 rpm fliegen sonst wird er zu heiß. Jetzt überlegen wir ob wir die Zündung evtl. etwas früher stellen sollten??
Moin, "zu warm" ist eher immer "zu früh". Vom Motorsegler mit 30° bleibt im Kiebitz etwa 25° übrig. Je nach Motorzustand (z.B. Ölkohle) lieber noch etwas weniger. lg Michael
also wir haben ihn genau auf der Markierung am Schwungrad eingestellt, was ja nach Handbuch eigentlich 30° sein sollten. Warum bleiben beim Kiebitz nur 25° übrig wenn es beim Motorsegler 30° sind?
Hallo Clemens, wie Klaus und Michael schon ausgeführt haben, ist für den Kiebitz max. 25° Voreilung (der Zündung) praktikabel. Wie sicher bekannt ist, lässt man die Zündung "voreilen" (also Zündung bevor der Kolben seinen OT erreicht), damit während der Drehung der Kurbelwelle die Verbrennung des gesamten Gemisches im Zylinder abgeschlossen ist, wenn der Kolben im OT angekommen ist. Im Motorsegler mit der deutlich höheren Drehzahl darf die Zündung demnach früher erfolgen (z.B. 30°) als beim Kiebitz mit der niedrigeren Drehzahl (25°). Ich habe bei meinem Sauer die Voreilung auf 20° zurückgenommen, da die Höchstdrehzahl bei meinem Flieger bei 2650 U/min liegt. Es ist keine Leistungseinbuße durch die fehlenden 5° erkennbar- der Motor wird damit aber sicherlich schonender angetrieben. Bei 30°im Kiebitz oder gar noch mehr ist einleuchtend, dass der Kolben bei jeder Zündung " einen auf den Deckel" bekommt, was sicher nicht so günstig ist.........
Du schreibst etwas von Markierung am Schwungrad. Kontrolliere doch einfach mal, ob die Markierungen an der Schwungscheibe mit dem OT von Zylinder 1(in Flugrichtung der vordere linke Zylinder) übereinstimmen.
Dazu -alle Kerzen raus -rechter Ventildeckel ab -Kurbelwelle so weit drehen, bis sich die Ventilbewegungen am Zylinder 2 überschneiden -jetzt ( Fachleute mal eben weghören!!!) mit einem weichen Tastholz, notfalls Schaschlikstab (besser ist natürlich eine Messvorrichtung) ertasten, wann Zylinder 1 den OT erreicht hat - dieses Ertasten mehrfach durchführen, da man den OT "gefühlsmäßig" beurteilt. Diese Position wäre dann der OT mit 0° und könnte auf der Schwungscheibe fluchtend mit der Gehäusetrennnaht markiert werden -von diesem "OT" ausgehend wird jetzt die Kurbelwelle um 6 Zähne der Schwungscheibe gegen die Motordrehrichtung verdreht, damit sind dann knapp 20° Voreilung erreicht und hier sollte die Zündung erfolgen, was mit einem Prüfgerät zu überprüfen wäre (die Schwungscheibe hat 113 Zähne??(weiß ich momentan nicht genau) das bedeutet 360:113 ergibt etwa 3,2° pro Zahn)
Diese Methode wird für's Erste reichen- wenn es an's Eingemachte geht, müssen Messgeräte her....... Auf jeden Fall gilt aber, dass eine viel zu frühe Zündung die Temperaturen erhöhen und den Motor unnötig belasten wird.
PS: Da fällt mir gerade eben noch ein, dass der Zündzeitpunkt nicht mit einer "Prüflampe" getestet werden kann, dazu ist ein spezielles Gerät erforderlich. Für den "Elektronikfreak" zum Selbstbau : Astabiler Multivibrator mit akust. Ausgabe (Minilautsprecher o.ä.)