Hallo Lutz, okay, hatte ich wohl etwas fehlgedeutet, dass das Vlies gleich zum Auftakt empfohlen wird.
Da kann ich nur zustimmen, dass das Vlies perfekt funktioniert , nachdem die Fasern "oberflächengebunden" wurden. Allerdings reinigt das schwach feuchte Tuch ebenfalls sehr zuverlässig und ist nicht so "aggressiv" anhänglich. Deine Beschreibung hilft dem Ratsuchenden jedenfalls prima weiter- klasse Wie auch immer-Hauptsache ist der Erfolg.....
Hier nun endlich eine selbst ausprobierte Mengenangabe zum Alupulver zwecks UV-Schutz:
Man kann mit folgender Mischung mit einer Schaumwalze streichen:
250 g Spannlack, 30 g Verdünner, 30 g Alupulver hochfein (5 müh).
Allerdings geht es wesentlich flotter, wenn man das Zeug aufspritzt.
Dazu braucht man dann insgesamt VIEL weniger Material. Mischungsverhältnis hier::
250 g Spannlack, 80 g Verdünner, 30 g Alupulver hochfein.
Schafft man bei oberer Walzung mit der Menge nur zwei Felder der oberen Tragfläche, so schafft man mit unterer Spritzmischung 1/3 oberen Flügel (von der Oberseite z.B.)
Das zieht man dann vorsichtig nass mit 1000-er Schleifpapier ab - wenn es trocken ist. Und das Zeug trocknet sehr schnell. Deswegen lieber etwas mehr Verdünner, damit nicht nur Staub auf der Oberfläche landet. Vorsicht: Nicht die Nähre oder Nietköpfe schleifen - sind ruck zuck durch !!!
und auch vom Abwaschen der fertigen Fläche mit Silikonentferner möchte ich dringend abraten. Bei trockenem Wetter entsteht hier eine explosionsfreudige Mischung, die man beim Reiben dann auch elektrostatisch zündet - garantiert .....
Hallo Lutz, Sehr interessant Deine Ausführung! Eichelsdörfer/Bamberg sagt in seinem Pamphlet "... bespannen..." 30gr. Alupulver pro Liter Spannlack ... (=> https://www.flugzeug-eichelsdoerfer.de/f...en_14.01.17.pdf). Meiner Erfahrung nach ist das viel zu wenig, damit bekommt man selbst mit 4 Anstrichen noch keinen richtig deckenden Silberton hin... Mit welcher Düse / welchem Spritzdruck hast Du gearbeitet?
Im Südwesten Schläfrig-Holsteins (ca. 10 km nördlich von EDHE), Homebase EDHF
Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass das Alupulver lediglich als UV-Schutz für das darunterliegende Gewebe dient und nicht, um der Fläche einen Farbton zu verpassen oder liege ich da falsch?
… jetzt komm ich noch dazu. Ich bin grad fertig mit Rumpfgerüst lackieren. Die Bespannte Fläche hätte ich mit dem gleichen 2k - PUR Lack gemacht. Nach den 2-3 Spannlack Schichten, wie von Jens empfohlen ein Spritzspachtel drauf, mit 1000er Leinwand anschleifen, Honigtuch abwischen und 2 Schichten vom 2K - PUR Lack drauf von MIPA. Warum soll das nicht gehen? Warum brauch ich dieses DD - Lack System? Mit dem MIPA Lack werden die Bundeswehr Radarschüsseln und die Container gespritzt, die sollten doch schon was aushalten und Temperatursprünge wegstecken ohne zu reißen?!
Spritzspachtel?? Wofür - sind wir hier im Oldtimerbau? Spachtel ist Spachtel und rissanfällig - und vor allem schwer. An einem vernünftig lackierten Flieger kann man immer noch die Stoffstruktur sehen. Sieht man die nicht mehr, dann ist eindeutig zu viel Material und damit Gewicht drauf. Dicke Lackschichten haben auch immer die Temdenz zu reißen, weil ja das Gewebe senkrecht zur Fläche schwingt.
Die Sache mit dem "Honigtuch" hat Wilfried weiter oben mal erläutert. Wir haben letzte Woche einen Flügel lackiert und damit wieder "frische" Erfahrungen in der Tasche: Spannlack verdünnt als erste Schicht, dann mehrere Lagen hintereinander nass in nass. Besonders die getapten Rippen brauchen doch eine ganze Menge um hinterher keine sogenannten "Pinnholes" aufzuweisen. Ist man hier mit Spannlack zu sparsam, dann bekommt man auch nach mehreren Schichten Lack die Löcher nicht weg. Die "kratern" dann immer wieder bis zur Oberfläche auf. Wir haben uns das Honigtuch gespart und mit einem feuchten Küchentuch abgewischt. Das Ergebnis ist extrem gut geworden.
Zu den Lackschichten und zum Lackieren hier noch ein paar Tipps: Spritzpistole nicht zu mager einstellen - sonst trocknet die Farbe ehe sie die Oberfläche erreicht und verläuft dann nicht mehr ineinander. Das ergebnis ist eine matte Oberfläche. Spritzen immer senkrecht zur Fläche und quer zum Fächerstrahl. Immer gleichmäßig "ziehen". Fächert der Strahl senkrecht (Position der Luftbypassdüsen vorne) dann nie senkrecht lackieren - man bekommt dann die 5-fache Menge Lack auf die Fläche - Läufer vorprogrammiert. Wir haben bei einer gelben Endlackierung 2 Spritzgänge weiß vorlackiert. Wobei der erste Spritzugang immer noch das Alu etwas durchscheinen ließ. Dann 2 Gänge gelb. Fertig. Mehr ist schwer. Gerade beim UL macht man sich nachher Vorwürfe, wenn man auf den Flieger betrachtet 10 kg Lack zu viel drauf hat.
@Lucky: Ja - du hast recht. Alu schützt das Gewebe vor den Stoffzersetzenden UV-Strahlen. Es gibt zwar UV-stabilisierte Lacke, aber wenn das Licht erst gar nicht bis an den Stoff kommt - um so besser. Und wenn du z.B. einen weißen Flieger hast, durch den die Sonne durchscheint, sieht das immer etwas seltsam filigran aus.
Hallo Lutz, mein Vorschlag war nur der von Jens Bürger und bestätigt von meinem Lackierer. Zu den Pinholes, solltest du dünner lackieren. Die Dinger entstehen bei zu dicker Lackschicht. Das Ausgasen lässt das entstehen. Wenn du dann die nächste Schicht draufknallst wirst du nicht fertig mit den Pinholes!
wenn Jens das hier mitlesen sollte ..... also ich hab bei Ceconite Bepsannungen noch nie was von Spritzspachtel gehört. Schon gar nicht auf dem freien Tuch. Kann ja sein, dass man evtl. an Randbögen oder so derartiges anwendet, aber es ist halt Gewicht. Ist dein Lackierer denn ein Flugzeuglackierer, oder ein Autolackierer? Autolackierer taugen meistens nicht unbedingt für Flugzeuge... so steht es in diversen Manuals geschrieben. Ich hänge hier mal ein sehr interessantes Manual dran. Für die, die das evtl. noch nicht kennen .... sehe gerade, dass ich das in drei Teile zerlegen muss ....
Lutz2
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