Hallo Kiebitzgemeinde, habe letzte Woche meine Abnahme durch Michael Platzer gehabt und meine VVZ bekommen (er ist mit seinem Headset geflogen). Mein größtes Problem ist im Moment die Verständigung während des Fluges, man kann eigentlich sagen ich verstehe fast nichts und meine Gegenstellen sind auch in keiner besseren Lage. Ich verwende im Moment ein altes "NVA"-Headset-Lederkappe mit Kehkopfmikrofon, machte erst alles keinen so schlechten Eindruck, zumindest am Boden, aber wie gesagt, ich muß was Ändern! Bevor ich jetzt Geld in die Hand nehme hätte ich gern eure Erfahrungen, wo mit flieget ihr und wie ist eure Verständigung? Ach ja, mein Funkgerät ist ein Funkwerk ATR833. Freue mich über eure Beiträge, vielen Dank im Voraus! Grüße Christian, D-MCSK
Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur VVZ und viel Spaß mit Deiner Kiebitz. Ich verwende ein Lightspeed Zulu. Das. Headset ist sehr gut, hat aber in der Kiebitz, wie vermutlich alle anderen Headsets auch seine Probleme. Vor allem die ständige Aktivierung des Mikrofons stört und hält damit den Lärmpegel sehr hoch. Ich habe einen extra dicken Dämpfer über das Mikrofon gezogen, was etwas Besserung gebracht hat. Wichtig ist neben dem Headset die richtige Fliegerhaube. Schaue Dir die von Raoul mal an, hier wird der Kopfhörer komplett von einer Lederabdeckung umschlossen, dass mindert die Windgeräusche erheblich. Gruß Uwe
das mit den Headset im offenem Flieger ist ein echtes Problem. Nach längerer Suche und Versuchen mit verschiedenen Headsets, habe ich mir welche von der Fa. Löscher Elektronik gekauft. Um das Micro sollte man einen großen Windschutz (Schaumstoff) und darüber noch zusätzlich einen Schutz aus Leder haben. Auch habe ich active Headset`s ausprobiert, welche aber im offenem Cockpit nichts bringen. Die Teile sind extra für offene Flieger u. Trikes ect. ausgelegt. Dazu verwende ich ein ATR 500. Ich habe mir im vorderen Cockpit einen Drucktaster eingebaut, somit kann ich das Intercom abschalten, und die stöhrenden Windgeräusche sind weg. Der Passagier kann nach bedarf selbst mit dem Taster/Schalter das Intercom von vorne aufschalten. Je nach Funkgerät muß dieses entsprechend eingestellt werden. Das funktioniert prima.
Hallo Szugat, Die Heaset von Löscher habe ich leider noch nicht probiert, sehen aber gut aus. In einem Punkt muss ich Dir aber widersprechen, aktive Kopfhöhrer mildern die Lärmbelastung auch in einem offenen Cockpit ungemein. Ich habe passive Headset diverser Marken und aktive von Sennheiser und Lightspeed ausprobiert. Das Lightspeed brachte die beste Leistung und es macht einen erheblichen Unterschied ob aktiv unterdrückt wird oder nicht. Gruß Uwe
hier ein einfacher Typ von Michael Platzer (und ich kann sagen es funktioniert). An einer Tankstelle vorbeifahren wo es noch die "Tankhandschuhe" gibt. Einen "entwenden" und den "kleinen Finger" abschneiden. Diesen über das Mikro stülpen und dann zusätzlich einen dieser schwarzen Schaumstoffe zusätzlich über das Mikro. Funktioniert tadellos.
LG,
Raoul
Je me nourris de la qualité des camarades (Antoine de Saint-Exupery)
Ich benutze 2 Sennheiser HME110 an einem Becker AR4201, das funktioniert tadellos. Das im Funkgerät eingebaute intercom kann ich über einen Schalter ausschalten, so dass ich nicht immer die Windgräusche meines eigenen Mikrofons höre. Im übrigen glaube ich, dass es vorteilhaft ist, immer zwei gleiche Headsets zu verwenden, da ich die Einstellungen am Funkgerät ja nur einmal machen kann.
ich möchte hier auch meine Erfahrungen mal beisteuern: Ich nutze Headsets von David Clarke mit dynamischem Mikro. Das ist zwar Technik von Vorgestern - aber eben auch für Flieger/Bedingungen wie von Vorgestern. Im Zusammenspiel mit einem Funkgerät mit Mikroumschaltung (dynam./elektret), in meinem Fall ein ATR 500, funktioniert das tadellos. Da diese Mikros intern die Wind- bzw. Umgebungsgeräusche ausgleichen, darf/braucht gar kein riesiger Windschutz verwendet werden. Ich habe lediglich den sehr dünnen Schaumstoff-Windschutz von David Clark im Einsatz. Natürlich sollten auch hier 2 gleiche Sets verwendet werden.
Habe am Wochenende ein BOSE A20 getestet. Kostet zwar ein 995.- Euronen, die sich lohnen. Als ich den Elektronikschalter bei laufendem Motor einschaltete, dachte ich, der Motor ist abgestorben. Das Ding dämpft ungemein. Das Fliegen bekam eine neue, sehr angenehme Dimension! Kam mir im Kiebitz vor wie im Segelflieger. Die Verständigung ist sehr gut, aber diese aktive Dämpfung von den Umfeldgeräuschen ist der Hammer. Und angenehm war das Ding nach einer Stunde am Kopf auch noch! Jetzt heißt's sparen. Gruß Haxxler
Habe am Wochenende ein BOSE A20 getestet. Kostet zwar ein 995.- Euronen, die sich lohnen. Als ich den Elektronikschalter bei laufendem Motor einschaltete, dachte ich, der Motor ist abgestorben. Das Ding dämpft ungemein. Das Fliegen bekam eine neue, sehr angenehme Dimension! Kam mir im Kiebitz vor wie im Segelflieger. Die Verständigung ist sehr gut, aber diese aktive Dämpfung von den Umfeldgeräuschen ist der Hammer. Und angenehm war das Ding nach einer Stunde am Kopf auch noch! Jetzt heißt's sparen. Gruß Haxxler
Wollte hier noch einmal meine Erfahrung mit meinem ANR Headset posten. Ich hatte das 08-15 von David Clark im Einsatz und war extrem unzufrieden 1. mit der Dämpfung und 2. mit der Verständigung. Dann habe ich mir das Lightspeed Zulu gegönnt. Erster Flugversuch komplett mit nacktem Lightspeed Zulu ohne Fliegerhaube und ohne zusätzlichem Lederüberzug über dem Mikrofon. Ergebnis: Phantastisch ruhig - Verständigung exzellent. Ich höre quasi nur noch das Pfeifen der Drähte, da alle ANRs eher auf niedrigere Frequenzen optimiert sind. Dann die Ernüchterung, als ich es in die Lederhaube eingebaut habe: Gewubber und störende Geräusche waren zum Teil wieder da. Da war ich doch recht sauer, denn ohne Haare und Haube wird es halt doch auf die Dauer etwas kühl am Kopf... Ich habe dann die Lederstulpen der Fliegeraube mit einer Fingernagelschere abgeschnitten - also nix mehr mit umschließen der Ohrmuschel.... die Haube hat mir denn ein Änderungsschneider neu umgesäumt, da sich Futter und Leder voneinander lösten. Und das Ergebnis ist wieder voll in Ordnung. Kein Wubbern mehr, quasi so wie ohne Lederhaube. Auch habe ich keinerlei Probleme mit dem serienmäßigen Schaumstoffdämpfer von Lightspeed. Den Lederhandschuhdaumen spare ich mir ....
ich habe diese russischen Panzerhauben mit Kehlkopfmikrofon. Ich hatte zwischendurch auch ein paar Probleme, aber die kommen bei mir eindeutig vom Stecker. Ansonsten schienen sie ganz gut zu funktionieren. Für eine endgültige Beurteilung ist es aber noch zu früh. Ich find die Dinger irgenwie praktisch - besonders die Winter-Version wird jetzt bald wieder ausgepackt :)