Habe einen Limbach 2000 gem. Kennblatt verbaut, mit HELIX-Prop. Im Bestfall hab ich 2500 1/min an Startleistung zur Verfügung. Das entspricht ca. 50 PS. Trotz Doppelzündung, großen Venttilen, etc. konnt ich keine großartige Leistungssteigerung erzielen.
Jetzt hätt ich eine Origianl-Limbach Doppelvergaseranlage. Frage an die Gemeinde: rentiert sich ein Umbau darauf?
Lt. Kennblatt ist die ja zugelassen, bzw. spezifiziert fas Kennblatt gar nicht genau, welcher Limbach.
zu den Doppelvergasern kann ich nichts sagen, wir hatten in unserem Kiebitz früher den Limbach und hatten die Erfahrung gemacht das der Flieger besser geht je höher der Motor drehen kann. Also entweder den Helix mit der kleinsten Steigung oder den Akaflieg Holzprop drauf schrauben.
Ansonsten solltest du versuchen den Flieger aerodynamisch so sauber wie möglich zu machen d.h. Tragflächen/Rumpf Übergänge, Tropfenförmige Bungee Verkleidungen, Stielverkleidungen oder tropfenförmige Rohre usw usw, am Besten natürlich auch noch die Streamline Wires.
Oder du suchst nach einem gebrauchten 912er, so haben wir das vor 3,5 Jahren gemacht und haben seitdem kein Leistungsproblem mehr :-)
Manchmal geht bei Kiebitzen mit Limbach oder Sauer Motoren auch viel Leistung verloren weil sie deutlich zuviel Motorsturz haben. Die untere Strebe des Motorträgers ist evtl. zu kurz oder die Gummis ausgeleiert, dann kommst du auf einen Sturz von deutlich mehr als 2 Grad. Das wirkt sich sehr negativ auf Steig- und Reiseleistung aus. Bei der doch eher schwachen Motorisierung würden auch 0- 0,5 Grad Sturz vollkommen ausreichen.
Doppelvergaser und grosse Ventile führen sicherlich,wie auch "scharfe"Nockenwellenprofile zu mehr Leistung...Aber in Bereichen,in denen ein Limbach 2000 nie betrieben wird!! In den 70er Jahren wurden ja auch die Norton -Motoren für Seitenwagen-Motocross von zwei 32er auf einen 30er Vergaser umgebaut und "zahme " Nockenwellen verwendet...Das brachte mächtig "Rumms" untenrum,wie man es im Gelände halt braucht... Beim Limbach die kleinen Ventile lassen,aber die,gelinde ausgedrückt, grobschlächtigen Ventilsitz-und Kanalkonturen in Ordnung bringen,eine Nockenwelle mit deutlich mehr Ventilhub bei den originalen"zahmen" Steuerzeiten (gabs mal bei CAMCO)einbauen .Verdichtung durch geringfügiges Kürzen der Laufbuchsen(unbedingt auslitern und Quetschspalt (z.B. mit Lötzinn)nachmessen!) bringt in dem für uns relevanten Drehzahlbereich am Meisten,was Tuningmasssnahmen angeht!
Die Aerodynamik des Kiebitz ist wie oben beschrieben ein wichtiger Faktor. Ich habe mir die D-MDOR mal auf Fotos angeschaut - da ist ja schon einiges an Aerodynamik gemacht worden. Stielverkleidungen sind drauf und auch die Räder sind nicht zu fett.
Einen Vorschlag hätte ich da noch zu machen: Mach mal eine Schwerpunktkontrolle. Das Wägeblatt gibt ja einen Schwerpunktbereich für diverse Leergewichte vor. Meiner war da im vorderen Bereich. Ich habe mir dann den Flieger noch einmal exakt ausgewogen und mir die maximal mögliche hintere Schwerpunktlage eingestellt - durch 3 kg Blei am Sporn. Als Berechnungsgrundlage habe ich Soloflug mit max. Gepäck und leerem Tank gerechnet um theoretisch nie rauszufallen. Ergebnis war ein wesentlich verbessertes Flug- und auch Steigeverhalten.